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Bundesarbeitsgemeinschaft
roten reporter/-innen in und bei DIE LINKE
www.rote-reporter.de
V.i.S.d.P.
Christoph Nitz
Fon: 0 30-42 02 31 16 Fax: 0 30-42 02 31 17
Weitlingstraße 35
10317 Berlin
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Neue LINKE braucht starke Öffentlichkeitsarbeit
– gerade vor Ort!

Medienkonzentration bedeutet Meinungsmacht. Das größte deutsche Verlagshaus Gruner und Jahr kontrolliert über 500 Medien auf der ganzen Welt. Sein Jahresumsatz liegt bei 2,8 Milliarden Euro. Das Fernsehimperium RTL Group setzt mit seinen 42 Fernsehsendern und 32 Radiostationen 5,4 Milliarden Euro um und führt auch in Deutschland den Fernseh- und Rundfunkmarkt an. Diese zwei Beispiele verdeutlichen die herrschende Medienkonzentration, die sich in vielen weiteren Fällen zeigt.

Medienkonzerne bekämpfen Bewegungen und Parteien wie DIE LINKE, die gegen die Macht der Konzerne antreten. Entsprechend spiegeln die Massenmedien die politischen Gegensätze in der Gesellschaft nicht neutral wieder. In der wirtschaftlichen Konkurrenz zueinander setzen verschiedene Medien zwar unterschiedliche politische Akzente, um ihr Publikum zu erreichen. So gelingt es auch der LINKEN, ab und zu in der Presse zu Wort zu kommen. Aber DIE LINKE kann sich nicht auf die Berichterstattung der Konzernmedien verlassen, um ihre Ideen zu verbreiten. Wie alle Linken braucht sie eine eigenständige Gegenöffentlichkeit.

Die Medien rund um DIE LINKE verfügen zusammen über eine Auflage von rund einer halben Million. Sie können damit ein Publikum erreichen, das weit über die Mitgliedschaft der LINKEN hinausgeht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Rote Reporter/-innen vertritt die Interessen der Macherinnen und Macher dieser Medien und hilft mit ihren Angeboten an Debatten, Weiterbildung und Networking, die Kommunikation mit diesem Umfeld weiter zu verbessern.

Die BAG Rote Reporter/-innen ist ein anerkannter innerparteilicher Zusammenschluss der Partei DIE LINKE, steht aber auch nicht Partei gebundenen
Medienmacherinnen und -machern offen. Gegenwärtig zählt die BAG mehr als 600 Mitglieder. Rote Reporterinnen und Reporter gibt es in allen Bundesländern, in zehn davon sind derzeit Landesarbeitsgemeinschaften aktiv. Gipfeltreffen der linken Medienmacher/-innen sind die jährlichen Akademien linker Medienmacher/-innen – 2008 trafen sich mehr als 300 Teilnehmer/-innen in Berlin.

Roter Faden des Linken Journalismus

Linke Zeitungen in der ganzen Bundesrepublik werden von meist ehrenamtlichen
Aktiven hergestellt. Ihr Engagement gilt es zu fördern und zu unterstützen. Den verbindenden roten Faden des linken Journalismus sehen die Roten Reporter/-innen darin:

Linker Journalismus ist informierender, kritischer Journalismus – vielfältig,
reflektiv, selbstbewusst, diskussionsfreudig und zielorientiert.

Linker Journalismus gibt den Schwachen in der Gesellschaft eine Stimme und verschafft der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit Gehör.

Linker Journalismus stellt sich der Herausforderung, neue Freiräume in der Meinungsbildung zu schaffen – um weitere Pressekonzentration zu verhindern und journalistische Mitbestimmung zu stärken.

Linker Journalismus nutzt die technischen und strategischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters und ist offen für neue Formen.

Ziele der Bundesarbeitsgemeinschaft
Rote Reporter/-innen:

Mit dem Internetangebot www.rote-reporter.de soll ein zentraler Ort der Kommunikation geschaffen werden. Fotos, Illustrationen und Texte sollen hier in druckfähiger Qualität bereitstehen. Material der Pressestellen der Fraktionen und Gliederungen der LINKEN sowie anderer linker Organisationen, Verbände und Vereine sollen hier zu finden sein. Umgekehrt können so auch interessante Artikel der Mitglieder der BAG für andere Medienmacher/-innen zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Portal soll die bundesweite Zusammenarbeit ausgebaut und verbessert werden.

Kontinuierlich soll die Professionalität der Medienmacher/-innen durch Weiterbildungsangebote verbessert werden. Zu diesem Zweck hat die BAG den Bildungsverein Linke Medienakademie e.V. (LiMA) ins Leben gerufen. LiMA e.V. bietet jährlich am ersten Märzwochenende eine zentrale Akademie für linke Medienmacher/-innen an. 2009 bietet LiMA e.V. mit LiMAcampus erstmals Weiterbildung speziell für Jugendliche und Studierende an. In Zusammenarbeit mit regionalen Trägern werden auf Landesebene Bildungsangebote mit verschiedenen
Modulen zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bereitgestellt.

Handwerksmaterial wie Schriften (Fonts) oder Software (u.a. für Layout, Fotobearbeitung, Illustration, Website- und Newsletter- Gestaltung) kann durch die BAG günstig zentral angeschafft werden. Es werden gezielt Schulungen mit der jeweils modernsten Software offeriert. So sollen die ehrenamtlichen Medienmacher/-innen bei Ihrer Arbeit vor Ort auch praktisch unterstützt werden.

Die Elemente des einheitlichen Erscheinungsbildes (Corporate Design und Corporate Identity) der LINKEN sollen den Medienmacher/-innen nahe gebracht werden. Dies kann besonders mit den Werkstätten für Layout und Design erreicht werden. Mit Rahmenverträgen wird der Einsatz von Grafiken, Karikaturen, Fotos und Texten zentral für alle Medienmacher/- innen vereinbart. Ein erster Rahmenvertrag wurde mit der sozialistischen Tageszeitung »Neues Deutschland« abgeschlossen. Weitere Kooperationen mit anderen Medien und Kooperationspartnern sollen folgen. So können Medienmacher/-innen einfach und rechtlich abgesichert auf Inhalte Dritter zurückgreifen.

Die BAG Rote Reporter/-innen wird ihren Beitrag dazu leisten, dass DIE LINKE ihren Einfluss in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den von Parteivorstand und Bundesausschuss beschlossenen Kampagnen zu zentralen Themenblöcken verstärkt.
Auch im Superwahljahr 2009 stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

- Mindestlohn in Verbindung mit dem Kampf gegen Lohndumping;
- Bekämpfung der Armut, Rente;
- Öffentliche Daseinsvorsorge, soziale Dienstleistungen;
- Friedenspolitik mit dem Schwerpunkt »Bundeswehr raus aus Afghanistan«.

DIE LINKE braucht eigene Kommunikationsmittel, um ihre politischen Vorstellungen und Ziele vermitteln zu können. Die BAG Rote Reporter/-innen setzt sich deshalb dafür ein, dass vom Parteivorstand der LINKEN so schnell wie möglich ein Presse und Kommunikationskonzept entwickelt und beschlossen wird. Darin sollten die Medien, die von den Landes- und Kreisverbänden sowie anderen Gliederungen der LINKEN herausgegeben werden, ebenso ihren Platz finden wie die fachliche Qualifikation der Medienmacher/-innen


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